Arbeit und Wirtschaften in der Postwachstumsgesellschaft

In Zusammenarbeit mit Attac Essen lädt die Essener Volkshochschule am Sonntag, 8.3. um 11 Uhr zu einem Vortrag der Göttinger Soziologin PD Dr. Silke Ötsch ein.

Im Verlauf der Menschheitsgeschichte sind hoch entwickelte Gesellschaften ausgestorben, wenn sie nicht auf Umweltveränderungen reagiert haben. Gesellschaften, die aktiv Lösungen gesucht und umgesetzt haben, überlebten hingegen. Angesichts der gegenwärtigen ökologischen Krise muss unsere Gesellschaft, wenn ein Kollaps abgewendet werden soll, in kurzer Zeit einen besonders großen Entwicklungsschritt durchmachen.
Wie kann das gelingen? Die Wirtschaft des gegenwärtigen Systems verplant und verarbeitet Ressourcen, ist geprägt von stetigem Wachstum, Wettbewerb und Standortkonkurrenz. Diese sind aber starke Treiber von nicht mehr vertretbarem Umweltverbrauch. Nachhaltiges Wirtschaften hingegen verbinden viele Menschen mit der Vorstellung von Konsumverzicht und der Angst vor Arbeitslosigkeit.
Silke Ötsch stellt die Frage: Kann es Wirtschaftsformen ohne Wachstumszwang geben, die zugleich gute Arbeitsverhältnisse bieten?

Der Vortrag stellt Konzepte alternativer Wirtschaftsformen vor und vermittelt, welche Erfahrungen damit bislang in der Geschichte und in Experimenten gemacht wurden.
Priv. Doz. Dr. Silke Ötsch arbeitet am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen sowie an der Universität Hamburg. Ihre Themen sind

  • Finanz- und Wirtschaftssoziologie mit den Schwerpunkten Besteuerung, Steueroasen, Wirtschaftspolitik und Finanzialisierung;
  • Transformation, insbesondere alternative Formen des Wirtschaftens.