Der marktgerechte Patient

Attac Essen zeigt in Kooperation mit der VHS Essen den Film „Der marktgerechte Patient“:

„Es gibt zwar bereits zahllose Berichte über skandalöse Zustände in den deutsche Krankenhäusern. Erstaunlicherweise fehlt dabei aber fast immer der Bezug auf die wesentliche Ursache dieser Zustände: Die seit 2003 verbindliche Vergütung der Krankenhäuser durch sog. Fallpauschalen (jede diagnostizierbare Krankheit hat einen fixen Preis – wer mit möglichst geringen Personal-, Sach- und Organisationskosten den Patienten optimal schnell abfertigt, macht Gewinn – wer sich auf die Patienten einlässt und Tarife zahlt, macht Verlust). Die Einführung der sog. DRGs (Diagnosis Related Groups) war der radikale Schritt zur kompromisslosen Kommerzialisierung eines Bereichs, der bis dahin vom Gedanken der Empathie und Fürsorge getragen wurde. Seither wird der Mensch dort, wo er am Verletzlichsten ist, nämlich als hilfsbedürftiger Patient, den gnadenlosen Prinzipien von Gewinn und Verlust untergeordnet.“

http://www.der-marktgerechte-patient.org

8.11.2018 um 19.00 Uhr in der VHS Essen

Passend zum Thema gibt es von der Rosa Luxemburg Stiftung NRW und dem Essener Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus eine Veranstaltung am 23.10., 19 Uhr in der Villa Rü zum Thema „Krankenhaus als Fabrik“:

„Nadja Rakowitz (Verein demokratischer Ärztinnen un Ärzte) und Manfred Fiedler (ehem. Arbeitsdirektor am Klinikum Dortmund, heute freiberuflicher Berater und Publizist im Gesundheitswesen) werden die Entwicklungen im Gesundheitswesen in den letzten Jahrzehnten und ihre Auswirkungen darstellen, die Probleme, mit denen sowohl Beschäftigte als auch PatientInnen und damit wir alle tagtäglich konfrontiert werden.“

http://nrw.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/7HWSE/krankenhaus-als-fabrik/

Demo im Hambacher Forst – vorverlegt auf den 6. Oktober 2018

Wald retten – Kohle stoppen

BUND, Campact, Greenpeace, Naturfreunde Deutschland Hambacher Wald

Groß-Demo im Hambacher Wald

Die Umweltverbände BUND, Campact, Greenpeace und Naturfreunde Deutschland rufen zur Groß-Demo auf um den Hambacher Wald zu retten und den Kohleausstieg durchsetzen.

„Wir sind bunt. Wir sind friedlich. Wir sind vielfältig. Und wir sind viele. Wir lassen nicht zu, dass der Hambacher Wald für die Kohle sterben muss. Mit einer großen Demonstration am Samstag, den 6. Oktober werden wir RWE ein klares Stopp-Signal senden!“ lautet Ihre Botschaft.

Hambach retten – Kohle stoppen! Demo am 6. Oktober in Buir bei Köln

Motorsägen heulen. Uralte Bäume fallen. Gigantische Bagger folgen, die der Erde die darunter liegende Braunkohle entreißen. Zurück bleibt eine Mondlandschaft. Das plant der Energiekonzern RWE für diesen Herbst: Den Hambacher Wald bei Köln, einen der artenreichsten Wälder dieses Landes zu zerstören. Damit er noch Jahrzehnte seine Kraftwerke mit Deutschlands Klimakiller Nummer Eins füttern kann: der Braunkohle.

Die Planungen von RWE sind völlig inakzeptabel. Sie zerstören eine ökologisch wertvolle  Landschaft – und heizen den Klimawandel weiter an. Dabei haben der Hitzesommer, Dürren und Starkregen gerade gezeigt: Nur wenn wir jetzt schnell handeln, lässt sich eine weltweite Klimakatastrophe noch aufhalten. Und das heißt in Deutschland zuallererst: die dreckigsten Kohlemeiler jetzt abschalten und dann den Kohleausstieg Schritt für Schritt entlang der Klimaziele umsetzen.

Den Hambacher Wald retten, den Kohleausstieg durchsetzen – das schaffen wir nur, wenn wir jetzt eine breite Bürger*innenbewegung entstehen lassen. Jung und alt, Menschen aus allen Ecken des Landes schließen sich jetzt zusammen, streiten für ihre Zukunft und die des Planeten.

Mehr Informationen finden Sie hier oder hier.

Festival der Demokratie

Filmvorführung „Festival der Demokratie“ mit anschließendem Gespräch mit Lars Kollros, Regisseur

am 29.9.2018 um 19 Uhr im Alibi Holzstraße12, Essen

Vor etwas mehr als einem Jahr, am 7. und 8. Juli 2017 trafen sich die Regierungsvertreter*innen der EU und die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde in Hamburg. Innensenator Andy Grote kündigte das G20-Treffen als „Festival der Demokratie“ an. 100.000 Menschen kamen um gegen den Gipfel und den globalen kapitalistischen Normalvollzug zu demonstrieren. Über 30.000 Polizist*innen waren in der Stadt um das Treffen zu schützen.

Das „Festival der Demokratie“ äußerte sich in einer massiven Einschränkung der Versammlungs- und Pressefreiheit, der Aufhebung der Trennung zwischen Exekutive und Judikative und in hunderten Fällen von martialischer Polizeigewalt, die bis heute nahezu folgenlos blieben. Hardliner und Einsatzleiter Hartmut Dudde wurde sogar zum Chef der Hamburger Schutzpolizei befördert und SPD Bürgermeister Olaf Scholz („Polizeigewalt hat es nicht gegeben“) ist heute Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler.

Derzeit bringen fast alle Bundesländer neue, verschärfte Polizeigesetze auf den Weg und NRW-Innenminister Herbert Reul fordert eine „robustere“ Polizei. Ist der Ausnahmezustand, der in Hamburg ausgerufen wurde, die Zukunft der Versammlungsfreiheit in der Bundesrepublik?
Lars Kollros and Alexandra Zaitseva begleiteten die Demonstrationen mit Ihren Kameras und arbeiteten die Proteste und die Handlungen der Polizei in ihrem Dokumentarfilm anhand von Interviews kritisch auf.

Für alle, die den Film bisher nicht gesehen haben, gibt es die Chance dies am 29.09.2018 um 19 Uhr im Alibi-Essen nachzuholen. Filmemacher Lars Kollros wird für eine Diskussion nach der Filmvorführung vor Ort sein. Der Abend wird in Kooperation von attac Essen, dem Rosa Luxemburg Club Essen und dem Alibi veranstaltet.

Für den Eintritt wird um eine Spende gebeten, welche an den G20-Repressionsfonds der Roten Hilfe e.V. weitergeleitet wird.

Hier schon einmal der Trailer.

Kolumbien nach der Wahl

 

Hoffnungsvoller Neuanfang oder Rückfall in finstere Zeiten?

Der Rosa Luxemburg Club Essen und der Rosa Luxemburg Club Bochum laden zu einer Diskussion im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer in Bochum am Do, 5. Juli 2018 um 19 Uhr.

Aus den vielen gewalttätigen Konflikten auf der Welt sticht der kolumbianische mit zehntausenden Toten und Millionen von Vertriebenen hervor. Unternehmen und Großgrundbesitzer heuerten bewaffnete Gruppen an, um die Landbevölkerung zu vertreiben und Aktive aus Gewerkschaften sowie sozialen Bewegungen zu bedrohen und zu töten. Dem standen bzw. stehen Guerillagruppen, wie FARC und ELN gegenüber, die ganze Landesteile kontrollierten. Der kolumbianische Staat ist in Verbrechen gegen die Menschlichkeit ebenso verwickelt wie die Außenpolitik der USA. Auch die Zerstörung der einzigartigen Natur des Landes durch illegalen Bergbau oder industrielle Landwirtschaft führt zu Leid.

Nun besteht Hoffnung auf Frieden. Der gefeierte Friedensvertrag zwischen der FARC-Guerilla und der Regierung sieht auch eine Rückgabe von Land an die Landbevölkerung vor. Doch aktuell stellt die kolumbianische Politik den Friedensvertrag immer mehr in Frage.

Deshalb hängt viel von den Ergebnissen der Wahlen und zur Präsidentschaft ab, die beide 2018 stattfinden. Wie sind die Ergebnisse zu bewerten? Haben Menschenrechte in Kolumbien eine Chance? Werden die sozialen Ursachen des Konflikts an den Wurzeln gepackt? Welche Perspektiven haben die fortschrittlichen und linken Kräfte?

Spannende Antworten aus verschiedenen Perspektiven können auch Menschen ohne große Vorkenntnisse über Kolumbien von den beiden Referent*innen des Abends erwarten:

Adriana Yee Meyberg ist in der kolumbianischen zivilgesellschaftlichen Allianz „Unidos por la paz“ (vereint für den Frieden) aktiv und beschäftigt sich intensiv mit der Frage der Landverteilung.

Günter Pohl befasst sich seit vielen Jahren mit dem politischen Geschehen in Kolumbien, das er auch als politsicher Sekretär der DKP immer wieder in das Zentrum seines internationalistischen Einsatzes stellt.

Sind neue Formen politischer Aktion in Sicht?

attac-Essen lädt alle Interessierten zu einem Themenabend ein am 1. März 2018 in die VHS Essen am Burgplatz, 19 Uhr

Wir haben uns durch das Zentrum für politische Schönheit und das Kollektiv Peng! dazu anregen lassen, nach Alternativen zu Demonstrationen und Infoständen zu suchen.

Geht es auch kreativer, unterhaltsamer als mit der guten alten Demo oder Infoständen? Und dabei sachlich differenziert und gesellschaftspolitisch effektiv?

Wie erreichen wir mehr Selbstbestimmung und mehr Beteiligung am politischen Diskurs?

Spannende Aktionsformen können Unsichtbares Theater, Adbusting, Satire etc. sein. An diesem Informationsabend für alle Interessierten werden spannende Internetbeiträge und Videos vorgestellt, mit Hilfe derer weitere Projektideen entwickelt werden sollen.

 

Attac schenkt reinen Wein ein

Kann im Jahr 2027 an der Emscher Wein angebaut werden, fragen die Aktivisten von Attac Essen anlässlich der 23. Weltklimakonferenz (COP23)

Um auf die kommende Weltklimakonferenz in Bonn aufmerksam zu machen, wird am 21. Oktober von 10:30-15:00 Uhr vor der Marktkirche eine Weinprobe stattfinden: „Speziell die Verkostung unseres Grauburgunders „Emscher Jahrgang 2027“ wird ein Genuss sein“, kündigt Renate Henscheid von Attac Essen die Aktion an. „Wir laden alle herzlich ein uns dort zu besuchen, um sich über die Konferenz und die dazugehörigen Aktionen zu informieren.“

Die Weltklimakonferenz findet in diesem Jahr nur wenige Kilometer entfernt von Europas größter CO₂-Quelle statt, dem Braunkohlerevier im Rheinland. Dies nimmt Attac gemeinsam mit vielen anderen Organisationen zum Anlass, Forderungen – insbesondere an die neue Bundesregierung – mit einer großen, bunten Demonstration auf die Straße zu tragen: Für einen schnellen und sozialverträglichen Kohleausstieg und eine entschlossene und gerechte Klimapolitik.

Globale Armut und Naturzerstörung solidarisch überwinden – Jenseits des Wachstumszwangs – dafür kämpfen wir als Attac. Deshalb rufen wir dazu auf, sich an den verschiedenen Protestaktionen rund um den COP23 zu beteiligen.

Und wer’s nicht zur Weinprobe schafft, den sehen wir dann hoffentlich hier: Klima schützen – Kohle stoppen! Die Demonstration zur Weltklimakonferenz am 4. November 2017 um 12 Uhr in Bonn auf dem Münsterplatz.

Cheers, Attac Essen

http://www.klima-kohle-demo.de/aufruf/

22.6.17 G20-Treffen – Teil des Problems oder Teil der Lösung?

22.6.17     G20-Treffen – Teil des Problems oder Teil der Lösung?

Ein Vortrag von Thomas Eberhardt-Köster

Betriebswirt und Politikwissenschaftler

Mitglied des Koordinierungskreises von ATTAC Deutschland

Am 7./8. Juli 2017 trifft sich die Gruppe der G20 zu ihrem jährlichen Gipfel in Hamburg. Die Staatschefs der größten Wirtschaftsnationen werden sich dort vor allem mit den Problemen auf den globalen Finanzmärkten beschäftigen, aber auch mit Fragen des Klimawandels und anderen Themen.

Was wird in Hamburg diskutiert und welche Auswirkungen hat es auf uns?

Werden die dort Versammelten Lösungen für die aktuellen ökonomischen, ökologischen und politischen Probleme anbieten können? Oder nur alte Rezepte, die die Situation nicht verändern?

Donnerstag, 22. Juni, 19 Uhr, Volkshochschule Essen Burgplatz1, Eintritt frei

WEGE AUS DEM KONSUMZWANG – ALTERNATIVES WIRTSCHAFTEN IN ESSEN

am Samstag, dem 18. Februar 2017, von 14:00 bis 18:30 in der Villa Rü,
Giradetstr. 21, 45131 Essen in Raum 302

Workshop mit Katrin Maibaum:

WEGE AUS DEM KONSUMZWANG – ALTERNATIVES WIRTSCHAFTEN IN ESSEN

Wie stelle ich mir ein gutes Leben vor?

Und welche Auswirkung habe ich mit meinem jetzigen Lebensstil auf das Klima?

Am 18. Februar 2017 haben wir die Möglichkeit uns mit diesen Fragen
intensiv auseinanderzusetzen. Wir lernen alternative Handlungsmöglichkeiten für
den Alltag kennen und wagen gemeinsam einen Blick in unsere Wunsch-Zukunft.

Komm vorbei und gestalte deine Welt von heute und morgen mit!